Highlights

Monumentaler Buddhakopf der Gandhara

  • Technik: grauer Schiefer, als Hochrelief gearbeitet
  • Maße: Höhe 52 cm (Kopf); Höhe 130 cm (nur der Sockel)
  • Seit den 1960er Jahren in einer deutschen Privatsammlung, Frankfurt a. M.


Kopffragment mit fein modelliertem Gesicht. Die Haare sind gewellt dargestellt, prominent der Ushnisha auf dem Vorderkopf platziert. Das erhabene Gesicht wird bestimmt durch exakt geschwungene Brauen über mandelförmigen Augen. Die Urna ist in die Stirn eingelassen. Auf einem Muschelkalk-Sockel fest montiert. Rückseitig und am Halsansatz Bruchstellen, kleinere Bestoßungen. Der Gandhāra-Stil ist in der buddhistischen Kunst ausgeprägt, einer Nachwirkung des graecobuddhistischen Synkretismus. Dieser vereint indische und hellenistische Einflüsse. Hinzu kamen perserreiche in den Jahrhunderten nach Alexander des Großen durch Eroberungen in Zentralasien um 330 v. Chr., die miteinander verschmolzen. Im 1. Jahrhundert n. Chr. wurden in Gandhāra von den Kuschānen die ersten Darstellungen des Buddha in menschlicher Gestalt auf Münzen und als Statuen gefertig. Diese Skulpturen wurden zu Vorbildern späterer Buddha-Darstellungen.