Highlights

Exzellenter Prunkteller, TSUKA SHUKYU

Japan, Meiji (1848 – 1918)

Japan, signiert: Shûkyû horu und Siegel: Shin, Meij-Periode

Tsuka Shûkyû wurde 1913 zum teishitsu gigei-in (Künstler des Kaiserlichen Hofatms) ernannt – Provinienz: ehemals alte deutsche Privatsammlung
Durchmesser: 59,5 cm

Details:

Große, flache Rundplatte aus patiniertem Eisen, dekoriert in Gold und Silber hirazogan, takazogan und nunomezogan. Auf der rechten Seite eine runde, angeschnittene Reserve mit Darstellung eines Höflings in einem prächtigen Gewand in seiner linken Hand einen geöffneten Behälter haltend, seine rechte Hand zum Wurf erhoben. In der unteren Partie der Rundplatte die Darstellung eines Oni, detailliert ausgeführt, mit schmerzverzehrten Gesichtszügen auf der Flucht vor 
den Bohnen, die auf ihn geworfen werden anlässlich der „Setsubun“-Zeremonie.

Diese Zeremonie dient zur Austreibung 
von Dämonen und wird auch heute noch Anfang Februar in Japan praktiziert. Ursprünglich bezeichnete man mit „Setsubun“ jeweils den ersten Tag der 24 Abschnitte des alten Sonnenjahres. Später wandelte sich die Bedeutung und mit setsubun meint man nun insbesondere den letzten Tag vor dem Beginn 
des alten Sonnenjahres als ersten Tag des Frühlings.

An setsubun werden Sojabohnen innerhalb und außerhalb des Hauses verstreut, wobei man wiederholt „Oni wa soto, fuku wa uchi!” (Raus mit den Dämonen, herein mit dem Glück!) ruft.